• Jimena
  • Terrasse

Reisebericht

Es regnet in Deutschland und es ist kalt, was liegt da näher als in den warmen Süden zu fliegen. Im Internet finden sich viele reizvolle Angebote, wir entscheiden uns für eine alternative Adresse abseits der großen Touristenströme und trotzdem in einer interessanten Gegend: Andalusien.

Wir fliegen preisgünstig nach Jerez de la Frontera, dort steht unser Auto (ca. 100 € die Woche) abholbereit. An Jerez vorbei sind wir bald in den Bergen mit riesigen Beständen von Korkeichen. Die Fahrt zu unserem Domizil ist schon so beeindruckend, dass wir gleich mehrere Pausen einlegen, um die faszinierende Landschaft zu genießen.

Schon von weitem sehen wir das Castillo und die weißen Häuser von Jimena de la Frontera, unserem Ziel.

Die Gastgeber, Christa und Christober, nehmen uns herzlich auf und wir sind überrascht über die kreative Gestaltung der Ferienwohnung, die an Hundertwasser erinnert. Wir fühlen uns sofort wohl und aufgehoben.

Am nächsten Morgen erkunden wir den Ort, er ist so, wir uns ein typisches andalusisches Dorf vorstellen. Männer sitzen auf dem Dorfplatz und plaudern. Wir nehmen in einer Bar ein andalusisches Frühstück ein und die Gelassenheit der Dorfbewohner lässt uns den Stress vergessen. Wir schlendern zum wildromantischen Fluss, in den natürlich aufgestauten Becken nehmen wir ein erfrischendes Bad.

Aus den vielen Ausflugsangeboten, die sich bieten, haben wir uns heute für die Wanderung durch die Korkeichenwälder entschieden. Die Gastgeberin hat uns mit allen wichtigen Informationen und einer Wanderkarte versorgt. Vorbei an Wasserfällen und einer Ermita erreichen wir nach einem wenig anstrengenden Aufstieg den Gipfel.

Den Abend lassen wir mit guten und preiswerten Tapas und einem Glas Wein ausklingen.

Am nächsten Tag ist die Atlantikküste unser Ziel, lange, breite, weiße Sandstrände und unverbaute Küste mit Blick auf den "anderen Kontinent". Am Surferparadies Tarifa vorbei erreichen wir Bolonia, eines der schönsten andalusischen Fischerdörfer. Nach einem sonnigen Strandtag essen wir abends in einer Strandbar herrlich frischen Fisch.

Nachdem wir Afrika gesehen hatten, reizt es uns, den anderen Kontinent zu besuchen.

Mit der Fähre erreichen wir nach 30 Minuten Tanger. Wir besuchen die Kasbah mit dem Bazar und überlassen uns dem orientalischen Flair. Bei dem Riesenangebot von schönem Schmuck, Keramik und Lederwaren und vielem mehr, können wir der Versuchung nicht widerstehen und das Handeln beginnt. Nach erfolgreichem Kauf reicht der Händler uns ein Glas süßen, frischen Pfefferminztee .

Müde und glücklich kehren wir abends nach Jimena zurück und reden noch lange über die Eindrücke und Erlebnisse mit der fremden Kultur.

Für eine Woche Urlaub haben wir uns aus vielen, vielen Möglichkeiten diese drei ausgesucht. Die übrige Zeit haben wir in Jimena verbracht mit Sonnen auf der Terrasse mit phantastischer Aussicht in die umliegende Bergwelt bis nach Gibraltar und Marokko, Spaziergängen, Schwimmen im Fluss und die Tapakultur geniessen. …und stellen fest: wir kommen wieder.

Wir haben uns, als alleinreisende Frauen, sicher und wohl gefühlt und durch die deutschen Gastgeber gut und umfassend betreut und beraten.